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Sozialisation auf Menschen

Nun, der Hund ist noch sehr klein, über alle Maßen niedlich und somit imstande, so ziemlich alle Beschützerinstinkte, die in Ihnen schlummern, freizusetzen. Stimmt's!? Und dennoch, jetzt anzunehmen, dass man ihn vor allem und jedem abschirmen müßte, damit er sich bei Ihnen zunächst einmal "in Ruhe eingewöhnen" könnte, wäre ein großer Fehler. Wenn Sie Glück haben, dann kommt Ihr Welpe aus einem möglichst turbolenten Haushalt und kennt bereits Kleinkinder, Besuch, Autofahren, Lärm, fremde Hunde - das tägliche Chaos eben. Wenn nicht, also wenn er im zwinger geboren und aufgezogen wurde oder in einem sehr ruihigen und geordneten Haushalt, dann ist es um so wichtiger, dass Sie jetzt das Richtige tun. Raus mit ihm, mitten ins tägliche Leben! Fahren Sie mit ihm Straßenbahn, nehmen Sie ihn mit ins Cafe, gehen Sie mit ihm irgendwohin wo viele Menschen sind, und bleiben Sie gelassen, wenn kleine und laute Kinder auf ihn zustürmen. Seien Sie sicher, Hund und Kinder werden miteinander zurechtkommen. Lassen Sie den Welpen ruhig von Fremden anfassen. Seien Sie bitte nicht irritiert und schon gar nicht eifersüchtig, wenn der Hund darauf altersgemäß richtig, nämlich freudig reagiert. Sie wollen später schließlich einen freundlichen Hund haben. Oder nicht? Zugegeben, solch ein Tier ist später vielleicht kein besonders abschreckender Wachhund. Dafür haben Sie (und Ihr Tier!) nicht bei jedem Briefträger, jedem Handwerker oder gar bei Kinderbesuch Dauerstreß.